Schliesszylinder

Schließzylinder: Funktionsweise und Sicherheit

Der Schließzylinder oder Türzylinder ist das Herzstück der Tür und einer der wichtigsten Bestandteile des Sicherheitskonzepts. Daher genießt der Zylinder auch mit die höchste Priorität innerhalb des Einbruchsschutzes. Die beste Sicherheitstür nützt wenig, wenn der verbaute Schließzylinder veraltet oder von schlechter Qualität ist. Moderne Zylinderschlösser sind Hightech-Erzeugnisse, bei denen die Kombination aus Stiften, Korpus, Federn und Kugeln auch auf Jahre und nach unzähligen Schließvorgängen reibungslos funktionieren muss.

Schließzylinder: Technische Funktionsweise und Typen

Der Schließzylinder sitzt eingebettet im Einsteckschloss und treibt Falle und Riegel an. Das Schloss besteht aus dem Zylinderkern und Gehäuse. Die Vielfalt bei Schließzylindern wird immer größer: Angefangen von relativ simplen 5-stiftigen kerbgeschnittenen Schlüsseln über Wendeschlüsselsysteme bis hin zu Hightech-Produkten mit integrierter Elektronik im Zylinder.

Es gibt Doppelzylinder, die bei Haus- und Kellertüren zum Einsatz kommen. Der Vorteil bei dieser Bauweise ist, dass von beiden Seiten auf- und abgeschlossen werden kann, auch wenn auf der anderen Seite noch ein Schlüssel steckt. Dies nennt man Gefahrenfunktion. Bei herkömmlichen Zylinderschlössern wird die andere Seite durch einen steckenden Schlüssel blockiert. Auch unbeabsichtigtes Aussperren wird verhindert und der Zugang zur Wohnung hilfloser Personen ist möglich, wenn man noch einen zweiten Schlüssel zur Verfügung hat.

Bei einem Knaufzylinder ist die Tür von innen immer abschließbar, jedoch sind diese in Glastüren nicht sicher. Halbzylinder sind nur von außen abschließbar und eignen sich daher besonders für Garagentore, Schränke oder Schlüsseltresore.

Sicherheitsmaßnahmen für Zylinderschlösser

Der Schließzylinder muss gegen Aufbohren, Abbrechen und ein Herausziehen sowie Picking, Schlagtechnik und Impressioning geschützt sein. Dazu gibt es Zylinderschlösser mit Aufbohrschutz, Ziehschutz, Zylinderabdeckung und Kernziehsperre. So wird beispielsweise verhindert, dass der Zylinder mit einer Zange aus der Tür herausgezogen werden kann. Der Zylinder darf nie mehr als drei Millimeter aus der Tür vorstehen. Der Zylinderschutzbeschlag muss so konzipiert sein, dass er von außen nicht abgeschraubt werden kann.

Zylinderschlösser mit integrierter Elektronik

Hochmoderne Schlösser sind mechatronisch, das heißt sie bestehen aus einer mechanischen und einer elektronischen Komponente zum öffnen. Zusätzlich zu den üblichen Schließmechanismen, steckt im Schlüssel eine kleine Batterie und Elektronik, die beim Aufschließen einen Code an das Schloss übermittelt. Nur wenn dieser Code akzeptiert wird, kann das Schloss geöffnet werden.

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